(Dieser Text erscheint in Gedenken an die alte Bild KI von Canva, die mir diesen schönen Albatros schenkte. All das ist nun unmöglich, durch Weiterentwicklung – so ein Mist.)
Ich spreche nur für mich selbst, halte mich aber für eine absolute Durchschnittstype: Mittelschicht, Arbeiter-Millieu und Bauernhof, unprätentiös, mit einem bekannten und oft kommentierten Hang zu komplizierten Wort/Satzgeflechten und unkontrollierter Laberei – immer leicht im Drama-Modus oder schlafend. Ich stelle mich zur Verfügung für folgende selten ernst gemeinte Frage: Woran hatte ich eigentlich mal Freude als Kind? Was ist davon übrig? Und welche Rückschlüsse zieht man daraus für die Schule? Doch vorerst eine nicht-repräsentative Umfage:
Erste Frage an die Leser*innenschaft: Woran hattet ihr früher Freude?
Zweite Frage: Ist das heute auch noch da? Oder vielleicht noch ein bisschen?
Ich hatte Freude oder Interesse an:
⁃ Greifvögeln und Albatrossen
⁃ Dinosaurier
⁃ Kleinen Dingen, mit und in denen man kramen kann
⁃ Ich hab gern in der Gemeinschaft Sachen bearbeitet und geschafft bzw. ich musste es, aber meine Eltern wussten auch, wie sie es uns Kindern schmackhaft machen konnten. All die Arbeit, all die vielen schönen Portionen Pommes!
Und was ist davon übrig?
Bis auf die Sache mit den Dinos ist alles noch da! Ich gehe immer noch seltsam steil, wenn ich Greifvögel am Himmel sehe. Ich will sie sofort bestimmen und anstaunen. Leider bin ich voll die Niete in Vogelbestimmung. Und ich konnte mein stets nie mehr als rudimentäres Wissen auch nie ausbauen.
Albatrosse finde ich toll. Nicht weil einer in einer Disney-Verfilmung vorkommt, sondern weil ich ein Was ist Was Buch über Vögel hatte. Da war ein Bild drin von einem Albatros und eben dieser war abgebildet neben einem Menschen und der Albatros war halb so groß wie der Mensch! Für mich unvorstellbar. Eine Mutanten-Möwe??? Das konnte nicht sein. Ich habe immer wieder staunend die Seite aufgeschlagen und gedacht: Das gibt es doch nicht!
Ich bilde mir ja ein, einen Albatros an der Küste einer niederländischen Insel gesehen zu haben. Ich habe nur über mich gestarrt und gedacht: Was ist das denn jetzt für eine Riesen-Möwe? Wie gesagt: Vogelbestimmung ist jetzt nicht so mein Ressort.
Kleine Dinge und Kram finde ich immer noch wichtig, während mein großartiger Gatte immer alles regelt und zusammenhält, beiße ich mich immer noch in Kleinkram fest und kann erst weiter machen, bis sowas erkundet oder erledigt ist. Meine Schräubchensammlung ist legendär!
Naja, und Arbeit in Gemeinschaft und Pommes sind für mich sehr wichtig im Leben. Und was hat das jetzt mit Schule zu tun?
Nix!
Ich finde es so schade, dass in Schule so wenig Raum für Spezialinteressen ist. Und dass Schule offenbar nicht so richtig gut darin ist, Spezialinteressen überhaupt entstehen zu lassen und zum Blühen zu bringen. Voll schade!
Oder geht das etwa doch?